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Heinrich-Roller-Straße 16b 10405 Berlin

DahmenBlick

Die das Grundstück prägenden Elemente – das Ufer der Dahme, eine jahrhundertalte Eiche und die benachbarte Villenbebauung – waren Chance und Herausforderung zugleich: der Blick zum Wasser sollte von jedem Wohnraum möglich sein, ohne auf die Eiche und die Privatsphäre zu verzichten. Das Gebäude schwebt daher wie ein „Band“ durch den Garten. Es beginnt eingeschossig am westlichen Rand des Grundstücks und wächst als Carport - die Eiche umspielend - zum zweigeschossigen Wohnhaus. Auf diese Weise öffnet sich das Gebäude zum Wasser und bildet Außenräume mit verschiedenen Qualitäten. Wie ein übergroßer Bilderrahmen inszeniert der Carport den Blick vom Grundstückszugang zur Dahme und grenzt den Erschließungshof vom Garten ab. So profitieren auch die Bewohner des dahinterliegenden Mehrfamilienhauses von der geringen Gebäudehöhe und dem Durchblick zum Ufer.

 

Die Idee des „schwebenden Bandes“ prägt auch die Architektur: Ein „Band“ aus Stahlbeton beginnt als Bodenplatte für das Wohnhaus an der Ostseite, wird zur Grenzwand an der Westseite und überdacht Nebenflächen und Carport. Es verläuft weiter als Fußboden des Obergeschosses und wird zur schützenden Außenwand an dessen Ostseite, bevor es als Dach des Wohnhauses den Abschluss bildet. Dieser gestalterischen Idee folgen auch die konstruktiven Details: die Ausfachung des „Bandes“ als harmonisches Spiel von Paneelen und Glasflächen unterstützt ebenso die Dominanz der Stahlbetonkonstruktion wie die Ausbildung des Flachdaches. Durch die naturnahe Farbwahl der „Ausfachung“ zwischen den Betonplatten bleibt das Gebäude dezent, ohne unspektakulär zu werden. Seine skulpturale Wirkung wird durch die wohlgestalteten Außenanlagen verstärkt. Der „Eichenhof“, ein kleiner Sandstrand, eine Lounge am Steg und der geschützte rückseitige Kräutergarten erweitern die Wohnqualität nach außen.

 

Die Wohnräume orientieren sich in beiden Etagen großzügig zum Wasser. Essplatz und überdachter Sitzplatz werden von der Eiche geprägt. Auch im Innern prägen Stahlbetonflächen den Raumeindruck. Sie werden spannungsvoll mit Holz, Stein, Leder und Edelputzflächen kombiniert.

 

Mit dreifach verglasten Fenstern, außenliegendem Sonnenschutz und mit einer Wärmepumpe auf Geothermie-Basis mit passiver Kühlung erfüllt das Gebäude die technischen und raumklimatischen Anforderungen nachhaltigen Bauens.

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