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Heinrich-Roller-Straße 16b 10405 Berlin

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Das vergleichsweise kleine Grundstück galt wegen der inhomogenen, dreiseitigen Nachbarbebauung und trotz seiner Lage in einem bevorzugten Gründerzeitviertel als unbebaubar. Auch der Anspruch, barrierefreies Wohnen zu ermöglichen, schien schwer realisierbar. Das Auflösen dieser ungünstigen Randbedingungen wurde entwurfsbestimmend: in dem ohnehin wenig nachgefragten Erdgeschoss wurden die Fahrzeuge untergebracht, so dass für jede Wohnung ein Stellplatz angeboten werden kann. Die darüber liegenden vier Wohngeschosse „lehnen“ sich an die benachbarte viergeschossige Brandwand, wobei ihre Grundfläche nach oben gestaffelt abnimmt. Auf diese Weise entstanden nicht nur individuelle Grundrisse; vor allem ließ sich dadurch die planungsrechtlich zulässige Bebaubarkeit optimal ausschöpfen. Alle Geschosse werden mit einem Aufzug erschlossen, so dass seniorengerechtes Wohnen barrierefrei möglich ist. In Verbindung mit der gelösten Stellplatzfrage trugen diese Aspekte letztlich auch zu einer positiven Vermarktungsstrategie bei.

Die Grundrisse entwickeln sich grundstücksbedingt in die Tiefe. Ziel war es, jeder Wohnung einen ruhigen Rückzugsbereich und einen individuellen Außenraum zuzuordnen. Auf diese Weise entstanden individuelle Wohnungen, die den zeitgemäßen Komfort mit den Vorteilen innerstädtischen Wohnens optimal verbinden. 

Am 14.09.2012 wurde der Hannes-Meyer-Preis 2012 in Halle verliehen. Aus den insgesamt 34 Bewerbungen wählte die Jury zwei Preise, zwei Anerkennungen und zwei lobende Erwähnungen. Das Mehrfamilienhaus Mühlweg 24a in Halle (Saale) wurde mit einer Anerkennung dotiert.

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